Am Dienstag,den 23.6.2009, kam in Radio Siegen ein kurzer Bericht über unseren Besuch im Elisabeth Heim in Netphen.

 

Die Reporterin Katharina Proske hatte uns einen Nachmittag begleitet und unser Besuchshundeteam im Rahmen der "Hundewoche" vorgestellt. Danke an Frau Proske von Radio Siegen ,dass wir die Fotos bekommen haben und hier zeigen dürfen !

"Hoppla." Hündin Ida springt fast auf den Schoß von Bewohnerin Katharina Molna. Doch sie freut sich, denn sie kennt Ida bereits. Nicht nur Ida, auch Mero, Randi und Aron. Die Hunde gehören nämlich zum Besuchshundeteam Arbeitersamariterbund Gruppe Siegen. Gemeinsam mit ihren Frauchen Annemarie Rudolph  Sandra Eberts und Barbara Heitze besuchen sie einmal im Monat das Altenheim St. Elisabeth in Netphen.

 

Dann laufen die Hunde Slalom, rasen durch einen bunten Tunnel aus Plastik oder lassen sich einfach nur streicheln. Die Hunde bellen vor Freude und die Senioren freuen sich über eine Abwechslung.

Weitere Informationen  hier:

 

 

Hunde sind wie gute Bücher:

Man kann nicht nur in ihnen lesen...man kann auch viel von ihnen lernen!!

 

 Unsere "kleine Prinzessin Ida" ist nun ein "Besuchshund"

 

IHR LIEBT DIE TREUEN HUNDE NICHT

"Ihr liebt die treuen Hunde nicht weil Eure Herzen fremd geblieben,

 was aus der Hundeseele spricht - und wie ein Hund vermag zu lieben.

Das Tier seht Ihr im Hunde nur - geschaffen, willig Euch zu dienen,

 Euch ist der Schöpfer der Natur - in seinem Wesen nie erschienen.

 Kommt nur ins Elend erst einmal von allen, die Ihr liebt, verlassen,

und fühlet der Enttäuschung Qual - dann lernt Ihr Hundetreue fassen."

 

 "Ganz leicht kommt man über das Tier ins Gespräch mit anderen Menschen" .....

und ich würde gerne versuchen, Alten und Kranken von meiner Freude, die ich mit meinen Tieren habe, etwas weiterzugeben.

"Ein Hund ist der beste soziale Vermittler. "

 Schon immer wollte ich mal mit meinem Hund in Altenheime oder andere soziale Einrichtungen gehen .... aber wie so oft...man möchte ja eigentlich, aber so alleine?....und wie ist das, mit der Versicherung?....Darf man aus hygienischen Gründen überhaupt mit Tieren dort hin?.....Es blieb leider immer bei dem Wunsch, aber der richtige Antrieb fehlte..... bis ich auf den Verein Tiere helfen Menschen e.V. aufmerksam wurde.  Nachdem sich die Besitzerinnen von Mero und Aaron ebenfalls für diese Arbeit interessierten und die Ansprechpartnerin dieses Vereins auf einem Seminar kennengelernt und einen Termin mit ihr vereinbart hatten, faßte ich Mut und nahm ebenfalls Kontakt mit Frau Zimmermann auf. Da die Regionalleiterin Ida aber vor einem "Einsatz" erstmal kennenlernen und mir genauere Informationen geben wollte, traf ich mich mit ihr, nach dem Mero und Aaron mit ihren Frauchen und Frau Zimmermann das erstemal als Besuchshunde ein Alten und Pflegeheim in Netphen besucht hatten.

Ich wartete mit Ida einige Zeit vor dem Heim.. ....und während die anderen im Haus erste Kontakte knüpften, kam auch ich über Ida mit Besuchern und Heimbewohnern draußen ins Gespräch. Wir begleiteten eine alte Dame mit Gehhilfe auf ihrer Abendrunde und eine Besucherin stürmte auf uns zu und erklärte ihrem Mann: "Da ist noch so ein Hund. Der gehört bestimmt zu denen im Haus.Wahrscheinlich ist er noch zuuu klein, oder"?? Nachdem ich erklärt hatte, warum ich draußen mit meinem Hund wartete, wünschte sie mir meinem Hund und mir alles Gute und lobte die Menschen, die in ihrer Freizeit auch an die Alten denken.

 Mit vielen Streicheleinheiten für Ida ging die Dame weiter , nicht ohne auch andere Besucher auf die "Frauen mit ihren tollen Hunden " aufmerksam zu machen! DAAANKE...wenn dass keine Motivation ist, was denn dann!!!! Als dann auch noch Frau Zimmermann von Mero und Aaron total begeistert war und sich auch gaaaanz angetan von der etwas zurückhaltenden, aber doch freundlichen und neugierigen Art unserer "Prinzessin" ( Worte von Frau Zimmermann)zeigte.......hatte der Verein Tiere helfen Menschen drei Mitglieder mehr!!!!

Mero, Aaron und Ida , so unterschiedlich sie auch im Wesen und von ihrem Äußeren sind, werden schon im nächsten Monat zum erstenmal gemeinsam als Besuchshunde "arbeiten"und nicht nur ihre Besitzerinnen freuen sich darauf.

Alt ist man dann, wenn man an der Vergangenheit mehr Freude hat als an der Zukunft.

 Im März 2008 waren Ida und ich erstmals in "Sachen Besuchshund" offiziell im Einsatz. Unsere morgentliche Gassirunde haben wir gemeinsam mit Paula und Mero gemacht. ( Die Hunde sollten sich schließlich austoben).... Wir Zweibeiner waren gaaanz schön aufgeregt und wollten uns gegenseitig "beruhigen". Hätten wir nur geahnt, was noch so auf uns zu kam..... Aber der Reihe nach: Um die Mittagszeit war Lara kurz bei uns. Ich erzählte ihr, dass ich nicht viel Zeit hätte, weil ich mit Ida zu alten Leuten fahren wolle. Es folgten noch so einige kindgerechte Erklärungen warum, wieso etc. Lara schien es verstanden zu haben. Sie stand auf, umarmte Ida, drückte ihr einen Kuss auf die Stirn und sagte mit ernster Stimme: "Iddi...benimm dich!"

Gegen 14 Uhr trafen wir uns mit unserem Kumpel und Freund Aaron und dessen Frauchen zur gemeinsamen "Runde"und "mentalen Einstimmung" auf die nächsten Stunden!!! Pünktlich kamen wir in dem Alten und Pflegeheim an.....und wurden von der Regionalleiterin Renate Zimmermann und der örtlichen Presse schon erwartet. Die Damen von der Zeitung schossen als erstes ein Bild von uns und wir erzählten warum und wie wir auf die Idee kamen, mit unseren Hunden alte Menschen in Heimen zu besuchen. Um uns herum wurde es "lebendig"...Wir wurden in einen kleinen Saal gebeten und dort schon sehnsüchtig von einigen Senioren erwartet. Eh wir uns versahen, waren wir schon mitten in der "Arbeit". Wir gingen mit unseren Hunden in dem Stuhlkreis herum und kamen eigentlich nur sehr langsam weiter.... Es folgte die Begrüßung der Pflegeleitung und unsere Vorstellung......und dann drehte sich alles nur noch um HUNDE!! Wie oft wir Fragen über Rasse, Name, Alter etc unserer vierbeinigen Freunde beantwortet haben....ich hab nicht mitgezählt. Ja, wie froh die Alten über unseren Besuch waren....ich hätte es mir niee soooo "schön!" vorgestellt. Eine Dame hatte sich schon vor Tagen von ihrem Besuch extra Hundeleckerchen mitbringen lassen ,damit sie auch gaaanz sicher war, dass sie endlich nochmal einen Hund füttern konnte. Eine Bewohnerin packte mich am Arm fest und sagte:"Sie kommen doch noch mal, oder?"Ich bejahte und ihr Satz: "Wissen, Sie, wenn ich noch Daheim wär, hätte ich meinen Hund immer um mich! Wissen sie, wie weh dass tut, wenn man gehen muß und der Hund wartet Zuhause?" Ich konnte nur nicken und ihre Hand streicheln. Und sooo viele Sprichworte über den Hund" als Freund des Menschen "..... ..Irgendwie haben Mero, Aaron und Ida sofort den richtigen Draht zu den alten Herrschaften gehabt. Unsere Hunde gaben ihr Bestes, liesen sich ohne Ende streicheln, füttern, "hörten einfach nur zu," zeigten Kunststücke am laufenden Band.....und waren einfach nur s u p e r!!!! Wir "Frauchen" haben sehr, sehr viel von diesem Nachmittag mitgenommen.Wir waren ,wie unsere Hunde auch, so richtig in unserem Element...und die Zeitungsreporterinnen , die immer wieder Bilder von unseren Hunden machten, das Pflegepersonal und die Besucher, haben wir alle um uns rum garnicht wahrgenommen, sondern uns auf die Gespräche und Fragen der Heimbewohner und natürlich auf unsere Hunde konzentriert. .....viel zu schnell ging diese Stunde vorbei. Müde, erleichtert und auch nachdenklich ( unsere Hunde auch vollgefressen) haben wir uns mit der Zusage bald wiederzukommen ,verabschiedet.

Lara, du hattest recht: "Iddi hat sich benommen!!!"

Übrigens: Der Bericht über unseren Besuch im Altenheim soll nächsten Monat in der örtlichen Presse erscheinen!!!!!

Wir gehen weiterhin sehr gerne mit unseren Hunden in Altenheime. Aus Gründen, die ich hier nicht näher erläutern möchte, haben wir uns allerdings einer anderen Organisation angeschlossen: Dem Arbeiter Samariter Bund Regionalgruppe Sauerland.

 

Beim ASB Sauerland ist der Hund los! Seit dem 01.08.2008 hat der ASB Sauerland eine Rettungs- und Suchhundestaffel als Ortsgruppe Siegen gegründet. Dort engagieren sich etwa 10 Ehrenamtliche um 6 Hunde, treffen sich regelmäßig, bilden sich aus- und fort, um demnächst auch zu offiziellen Einsätzen herangezogen werden zu können. Weiterhin ist in dem gleichen Gebiet auch eine Betreuungshundestaffel ins Leben gerufen worden. Die speziell geschulten Hunde werden zu Besuchen in Krankenhäusern, Hospizen und Altenheimen eingesetzt, um auch schwerstkranken Menschen durch Berührung und Nähe neue Lebensenergie zu verleihen. ( Text von der HP des ASB Sauerland)