Es gibt keine bundesrechtliche Vorschrift, wonach ausdrücklich ein Leinenzwang für Hunde vorgeschrieben ist. Es obliegt den Ländern einen solchen Leinenzwang vorzuschreiben.

Allerdings verbieten die Naturschutzgesetze grundsätzlich wildlebende Tiere mutwillig zu beunruhigen, zu belästigen, zu fangen, zu verletzen oder gar zu töten. Auch wildlebende Pflanzen dürfen – z.B. durch Ausbuddeln oder Zerbeißen – nicht zerstört werden.

§ 23 Bundesjagdgesetz: „Der Jagdschutz umfasst nach näherer Bestimmung durch die Länder den Schutz des Wildes insbesondere vor… wildernden Hunden und Katzen, sowie die Sorge für die Einhaltung der zum Schutz des Wildes und der Jagd erlassenen Vorschriften.“ Unter Wildern ist das Reißen, verletzen oder Töten von Wild zu verstehen. Bereits das Aufstöbern, Beunruhigen oder Hetzen kann den Verdacht des Wilderns begründen und entsprechende Konsequenzen haben. Auch das suchende Umherstreifen nach Wild unter erkennbar verdächtigen Umständen kann bereits zum Wildern gehören, wenn sich der Hund außerhalb des Einwirkungsbereichs des Halters befindet (außer Hör und Sichtweite).

Der Jagdschutzberechtigter ist berechtigt, bei Verdacht des Wilderns die Personalien des Hundehalters aufzunehmen, bei Weigerung die Polizei zu verständigen und den Hundehalter bis zu deren Eintreffen festzuhalten Wildernde Hunde dürfen von Jagdschutzberechtigten in letzter Konsequenz getötet werden.

Dem Jagdschutzberechtigten obliegen Sorgfaltspflichten bei der Ausübung seiner Schussbefugnis. Er darf nicht auf bloßen Verdacht hin auf einen Hund schießen, der sich in Ruf- und Sichtweite des Halters befindet. Auch bei kurzzeitigem Entfernen des Hundes, der aber bei Anruf sofort reagiert, darf er nicht von seiner Schusswaffe Gebrauch machen. Das trifft auch zu, wenn sich ein Hund offensichtlich verlaufen hat und keine Gefahr für das Wild darstellt.

Keine Gefahr für das Wild besteht im Übrigen auch, wenn sich der Hund in einem Bereich befindet, der z.B. stark von Besuchern frequentiert wird, so dass das Wild dieses Gebiet meidet.

Die Tötung eines Hundes ist schließlich nur dann zulässig, wenn kein anderes zumutbares Mittel der Gefahrenabwehr zur Verfügung stand. Kann der Jagdschutzberechtigte den Hund gefahrlos lebend in seine Gewalt bringen, ist eine Tötung nicht gerechtfertigt. Der Jagdschutzberechtigte handelt rechtswidrig, wenn er einen Hund tötet, obwohl nach den Umständen des Einzelfalls unzweifelhaft keine Gefahr für das Wild bestand. Er begeht dann eine Straftat. (Beweise sichern, Zeugen suchen!). Er kann angezeigt werden, sowie auf Schadensersatz und eventuell Schmerzensgeld verklagt werden.

Soweit wollen wir es auf keinen Fall kommen lassen. Wie schon so oft ,sollten wir Hundehalter mit gutem Beispiel voran gehen, uns an Gesetze und Verbote halten .... denn es geht nur mit Rücksichtnahme und gegenseitigem Verständnis....aber auch seitens der Jägerschaft.....vielleicht dürfen dann unsere Hunde auch mal ein kurzes Bad in einem unserer kleinen Tümpel oder Bächen nehmen!!!!!!

Hier auch einmal ein interessanter Link zu einer anderen Sichtweise des Themas "Hund und Jagd" Hier klicken

Diese öffentliche Entschuldigung der Hundehalter habe ich in diversen Hundezeitschriften und im Internet gefunden.

Sie ist mit Sicherheit sehr überspitzt und ironisch geschrieben, aber sie passt treffend zu dem Thema "Der Hund heute".

Sollten wir nicht alle viel toleranter miteinander umgehen???


Liebe Mitmenschen, die ihr keinen Hund habt...und (ich betone UND) auch keine Hunde mögt: Was sind wir Hundebesitzer nur für ein schreckliches Volk? Und zwar alle. Egal, ob Dackelbesitzer, Kampfhund,- Mischlings, Doggen- oder Mopsbesitzer. Wir sind alle schlechte Menschen und schlechte Menschen haben keine guten Hunde.

Und ja: unsere Hunde haben Zähne, also sind sie böse! Es tut mir so leid! Ich möchte mich entschuldigen und euch mitteilen, dass ich aus meinen Fehlern gelernt habe:

1. Ich werde mich nie wieder auf einem öffentlichen Waldweg aufhalten, wenn ihr, liebe Fahrradfahrer, diesen benutzen möchtet. Dabei finde ich es völlig in Ordnung, wenn ihr nicht klingeln, nicht bremsen, geschweige denn eine kleine Kurve um mich und meinen Hund herum fahren wollt. Der Wald gehört Euch!

2. Ich werde nie wieder einem schlecht gelaunten Rentner widersprechen, der mich mit übelsten Schimpfworten belegt, weil ich einen Hund habe (der an der Leine neben mir läuft und den Rentner nicht mal angeatmet hat!). Rentner dürfen das. Rentner müssen auch nicht grüßen, schon gar keine Hundebesitzer. "Die kalte Schnauze eines Hundes ist erfreulich warm gegen die Kaltschnäuzigkeit mancher Mitmenschen!"

3. Ich finde es völlig in Ordnung, wenn im Sommer Heerscharen von Menschen in die Naherholungswälder einfallen und dort auch ungehemmt ihre Notdurft verrichten. Menschen dürfen das. Ich erkläre meinem Hund, dass es unfein ist, menschliche Hinterlassenschaften in der Nähe des Wegesrandes aufzuspüren. Menschen finden das ekelig! Nur Hundebesitzer müssen Kot-Tüten bei sich tragen.

4. Liebe Mütter! Natürlich dürft ihr Euren Kindern im Wald die Windeln wechseln. Das ist ja auch völlig legal. Bei all den mütterlichen Pflichten ist es wirklich auch zuviel verlangt, die Windeln in die nächste Mülltonne zu werfen. Werft sie ruhig in die Büsche. Dann frisst mein Hund eben heute mal frisches Baby-Häufchen. Das bringt Abwechslung auf den Speiseplan!

5. Liebe Mitmenschen, die ihr so romantisch in freier Natur grillt. Ist es hier nicht herrlich ? Man kann sich an seinen Ufern unserer Flüße und auf den Wiesen so wunderbar erholen. Natürlich ist man danach viel zu müde, um seinen Müll wieder mitzunehmen. Das ist ja völlig verständlich! Nicht wahr, liebes Ordnungsamt? Da kneift man gerne mal ein Auge zu.. Mein Hund, der dankenswerter Weise ja ab und zu ohne Leine laufen darf (Danke, Danke! Danke!) kann sich nie entscheiden, ob er zuerst in eine zertrümmerte Bierfalsche treten oder an Euren Grillresten ersticken soll!

6. Liebe Jogger, natürlich habt ihr Recht. Im Wald muss man nie mit unvorhersehbaren Dingen rechnen. Im Wald dürfen weder Kinder, langsame ältere Menschen, noch Hunde Euren Weg kreuzen und euch nötigen, euer Tempo zu drosseln oder einen kleinen Ausfallschritt zu machen. Der Wald gehört Euch! "Nach manchem Gespräch mit einem Menschen hat man das Verlangen, einen Hund zu streicheln, einem Affe zuzunicken oder vor einem Elefanten den Hut zu ziehen!" Wir Hundebesitzer können unseren Hund ja auch einfach auf einem Laufband im Wohnzimmer Bewegung verschaffen!

7. Ich erwarte nie wieder, dass man höflich Danke sagt, wenn ich meinen Hund am Wegesrand ins Platz lege, damit eine Riesengruppe laut klappernder Nordic Walker ungestört ihres Weges ziehen kann. Nordic Walker müssen nicht Danke sagen. Niemand muss Danke zu mir sagen. Ich bin ein Hundebesitzer!

Liebe Mitmenschen, ich habe meinen Hund ausgebildet und ihm Gehorsam beigebracht, damit er im Wald nicht atmet, wenn sich uns ein Nicht-Hunde-Mögenden-Mensch nähert.

Ich habe meinem Hund beigebracht, liegen zu bleiben, wenn eine ängstliche Person sich uns nähert, damit wir anschließend beschimpft werden.

Ich nehme gerne Rücksicht auf meine Mitmenschen, ohne ähnliches zurück zu erwarten!

Und noch eins: Liebe wohlwollende Rentner und Hunde-Mögende Mitmenschen! Ich weiß, dass es Euch gibt. Vereinzelt habe ich Euch auch schon getroffen. Gerne würde ich mich öfter mit euch unterhalten und mein Hund mag es, wenn ihr ihn streichelt. Leider sind wir immer auf der Flucht! Nehmt es uns nicht übel, wenn wir uns andauernd hinter irgendwelchen Büschen verstecken. Verratet uns nicht! Wir sind illegale Waldbesucher!