Im Januar 2014 haben wir erfahren, dass wir im Sommer nochmal Großéltern werden durften.

Die Freude war groß .........aber es kam auch die Frage:

Wie reagieren  wohl unsere Hunde auf das neue Familienmitglied?

Besondere Gedanken machten wir uns um Paula, unsere älteste Hündin, die von allen am unsichersten und dadurch auch schonmal am unverträglichsten ist. Sie betraf es ja besonders, denn sie musste ihr Frauchen bald teilen.

In den ersten Schwangerschaftsmonaten ignorierte Paula  unsere Tochter. Sie mied es, Kontakt mit Lena aufzunehmen und liess sich auch nicht gerne von ihr knuddeln und streicheln. Lieber hatte sie Kontakt zu unserem Schwiegersohn ,bei dem sie sich entspannen konnte und sich total normal verhielt.( auch der Umgang mit uns und den Kiddies war wie immer)

Unsere Sorge stieg: Würde diese Situation bleiben ...oder sich gar noch verstärken?

Es  kam die Zeit der Hochzeitsvorbereitungen und unser Augenmerk lies   etwas von Paula ab.

Siehe da..... Paula reagierte nun gaaanz anders, als erwartet:

Sie war leidend. Lena machte sich die größten Sorgen, dass Paula noch vor der Geburt ihres Kindes eingeschläfert werden musste.

Sie frass schlechter, tobte nicht mehr wie sonst....lief nur Fuß.....hatte irgendwie keine Freude mehr.
 immer wieder haben wir uns alle sehr um Paula bemüht, sie beobachtet und ihr ganz viel Aufmerksamkeit gewidmet.

Dabei fiel uns schnelle auf: Paula zeigt dieses Verhalten nur, wenn ihr Frauchen in der Nähe war.Es ging ihr also gut...sie war nur langsamer und ruhiger wenn unsere Tochter mit spazieren ging.

Wir waren zwar beruhigter...aber unsere Unsicherheit blieb doch. Wollte sie nun in ihrer kleinen Familie im Mittelpunkt stehen und die totale Aufmerksamkeit haben. Nach der Geburt war dies doch garnicht in dem Masse möglich.

Auch diese Phase veränderte sich...nämlich dann, als Lena  in Mutterschaftsurlaub ging. Paula verfolgte sie auf Schritt und Tritt und passte regelrecht auf ihr Frauchen auf.Sie reagierte erleichtert, wenn ihr Herrchen von der Arbeit nach Hause kam und sie endlich frei hatte. Ja, sie verhielt sich nun fast wie ein Blindenhund, der ,so lange er sein Geschirr trägt, immer im Einsatz ist.Die "Freizeit verbrachte sie gerne mit unserem Schwiegersohn. Nun hatte sie nicht mehr die Verantwortung für ihr Frauchen.

Als eines Nachts die Senkwehen einsetzten hatte Paula nichts besseres zu tun, als ihr Herrchen mit einem beherzten Sprung ins Bett(das hat sie noch nie gemacht)zu wecken . Sie gab erst Ruhe, als der werdende Vater aufstand und nach dem rechten guckte.

Dass Paula am Tag der Geburt bei zunehmenden Wehen immer unruhiger wurde brauch ich hier nicht zu erwähnen.

Nun war für uns als Familie klar: "Paula zeigt die Geburt an....es geht los!"

Nun ist der kleine Mann schon seit 2 Wochen in Paula`s kleiner Familie eingezogen. Bis jetzt hat Paula kein Problem mit dem Baby. Sie durfte den Kleinen bei der Ankunft abschnüffeln....liegt beim Stillen vor Lena`s Füssen und alle vier proben den Alltag.

Paula ist immer dabei...aber niiiiee alleine mit dem Baby.

Wie sie sich weiterhin verhält....wir sind alle gespannt, aber eigentlich sehr zuversichtlich. Aggressionen zeigt Paula keine....im Gegenteil...

Bald mehr von unserem Paulinchen und dem Baby

So, der Kleine ist nun schon 6 Wochen alt. Paula verhält sich ihm gegenüber einfach nur toll.

Eigentlich will sie nur ihre Ruhe haben...die nimmt sie sich auch und verkrümmelt sich  öfters auf ihren Schlafplatz....wenn unsere Tochter da ist ist alles im grünen Bereich und sie kann sich entspannen.

Ist die Mama aber mal kurzzeitig weg......hat Paula "Pflichten". Schreit der Kleine ,dann kommt5 sie und leckt seine Beine. Je mehr er schreit, desdo mehr und schneller leckt sie. Uns kommt es so vor, als wenn sie dann mit aufpasst und erst dann wieder entspannen kann...wenn die Kindsmama wieder da ist.

Paulinchen...du bist   auch  ein Seelchen.