Auch die Tiere sind Gottes Eigentum.

Gott hat sie uns anvertraut - nicht ausgeliefert.

(Erich Schulte)

 

Was ist der Mensch ohne Tiere?

Wenn alle Tiere gegangen wären, würde der Mensch aus großer Einsamkeit sterben. Denn was auch immer mit dem Tier geschieht, passiert auch bald dem Menschen. Alle Dinge sind mit einander verbunden!!!


Tierschutz lag unserer Familie schon immer sehr am Herzen.

Carl Kraemer, der "Vater des Tierschutzgesetzes" war ein guter Freund meines Großvaters und somit auch meiner Familie. Schon als Kind habe ich den"Kleinen Tierfreund" verschlungen. Meine Eltern erzählten dann von der Tierschutzarbeit des "Onkel Carls" und ich hörte immer wieder fasziniert zu.

Da  sicherlich kaum einer etwas mit dem Namen "Kraemer " anzufangen weiß, möchte ich ihn und seine Arbeit  mal kurz vorstellen.(gefunden auf der HP meiner Heimatstadt)

Carl Kraemer wurde  1873 in Hilchenbach geboren und 1951 ebenfalls hier  begraben.

Schon als Schüler beschäftigte er sich mit Pflanzen und Tieren in Wald und Feld. Den heimischen Vögeln galt seine besondere Liebe.

1899 übernahm er den Vorsitz des im Jahre 1885 gegründeten Tierschutz-Vereins Hilchenbach.

Seit 1894 verband Carl Kraemer eine Freundschaft mit dem Berliner Ehepaar Hans und Meta Beringer, die dem seinerzeit größten Berliner Tierschutz-Verein zur Bekämpfung der Massentierquälereien vorstanden. Diese beriefen ihn 1912 als hauptamtlichen Mitarbeiter nach Berlin. Dort führte er den Berliner Verein zu großer Wirksamkeit. 

Im 1. Weltkrieg widmete sich Carl Kraemer dem Schutz der verwundeten Pferde. Er  errichtete Pferdelazarette und startete Aufrufe für Geld- und Sachspenden, mit denen die Versorgung der verwundeten Tiere sichergestellt wurde. Der gelernte Sattler,  entwickelte 1915 sogar einen besonderen Pferdetransportwagen. Dieser wurde wenig später in Serie hergestellt. 

Selbst Hindenburg wurde so auf ihn aufmerksam und unterstütze sein Tun mit einem persönlichen Handschreiben. In Genf vertrat er die Interessen des Deutschen Reiches als dort über den Internationalen Roten Stern verhandelt wurde, der den verwundeten Kriegspferden internationalen Schutz gewähren sollte.

In der Nachkriegszeit betrieb Carl Kraemer in Berlin eine Druckerei, in der er in Millionenauflagen Tierschutzwerbeschriften herstellte. Große Verdienste erwarb er sich bei der Gründung des Schlachtgesetzes und der Regelung der Betäubung aller Schlachttiere vor der Blutentziehung.

Die Krönung seiner Arbeit erfuhr er aber am 24. November 1933, als das erste deutsche Tierschutzgesetz erlassen wurde. Dafür hatte er sich so leidenschaftlich eingesetzt, dass der zuständige Referent im Reichsministerium des Inneren, Dr. von Seefeld, ihn den "Vater des Tierschutzgesetzes" nannte. Dem Versuch der Nationalsozialisten, die deutschen Tierschutzvereine im Reichstierschutzbund gleichzuschalten, begegnete Carl Kraemer, indem er den Berliner Tierschutzverein auflöste und einen "Verlag Deutscher Tierschutzwerbedienst GmbH" gründete, der insbesondere die Schulen mit den Tierschutzheften belieferte. Als im 2. Weltkrieg Papierknappheit die Arbeit fast unmöglich machte, kehrte Carl Kraemer Ende 1943 in seine Heimat zurück. Nachdem im April 1945 das Berliner Verlagsgebäude durch Bombenangriffe zerstört wurde, kam er in seine alte Heimat  zurück  und setzte er seine Arbeit  von hieraus bis zu seinem Tode 1951  fort. Bekannt aus dieser Zeit insbesondere  "Der Deutsche     Tierschutzkalender" für die Schulen.Ja, an den Kalender , die Tierkarten und den "kleinen Tierfreund" kann ich mich noch seeehr gut erinnern. Es gab ihn zum Welttierschutztag in den Schulen.

Die allerersten Werke und Schriften von Carl Kraemer haben wir  vor einiger Zeit beim "Aufräumen" gefunden und dem hiesigen Tierschutzverein zur Verfügung gestellt...nicht ohne vorher nochmals aus den Anfangen der Tierschutzbewegung gelesen zu haben.

"Schützt und pflegt die Tiere. Dafür tue jeder sein Bestes!"        
Zitat Carl Kraemer